28. September 2025
Bürgerforum Stralau – Protokoll des Treffens vom 11. September 2025
Tagesordnungspunkte:
1. A100
Aufgrund der angespannten Verkehrslage auf der Elsenstraße seit der Eröffnung der A100 Abfahrt Treptow, fahren aktuell keine Busse mehr über die Elsenbrücke. Der 194er bedient dafür im Moment die Verbindung Stralau <-> Ostkreuz.
Es soll nun eine durchgehende Busspur entlang der Elsenstraße bis zur Elsenbrücke geschaffen werden, um den Busverkehr wieder zu ermöglichen.
(https://www.rbb24.de/content/rbb/r24/politik/beitrag/2025/09/berlin-a100-treptower-park-autobahn-verlaengerung-sperrung-bus-spur-bonde.html)
Die Möglichkeit, die Elsenbrücke vierspurig zu befahren und dabei evtl. auch zwei Spuren für Busse und Fahrräder zu reservieren, wurde diskutiert. Das Bürgerforum beobachtet bis Ende September, ob sich die Situation ändert und schreibt dann an Frau Bode mit der Frage nach einer durchgehenden Busspur.
2. Tempo-30-Zonen
Das Bürgerforum hat eine Ausweitung der Tempo-30-Zone entlang des Straßenzugs Tunnelstraße-Alt-Stralau beim Verkehrsmanagement der SenMVKU beantragt. Dieser Antrag befindet sich derzeit noch in Bearbeitung.
3. Rummelsburger See
Die derzeitige Nutzung des RuBuSees wurde besprochen. Es gibt immer noch zahlreiche verlassene oder vom Sinken bedrohte Schiffe. Auf mehreren Booten leben Menschen in prekären Wohnverhältnissen. Es gibt Müll- und Drogenprobleme. Das Bürgerforum tauscht sich weiter mit dem Kiezforum Rummelsburg zu Möglichkeiten aus, die Entwicklung des Sees positiv zu beeinflussen.
Ideen des Bürgerforums als Forderung an die Politik und Behörden:
1. Mooring-Bojen als temporäre Festmacher statt der Nutzung von Ankern.
2. Erstellung eines Müllentsorgungskonzept für Wassernutzende.
3. Zwang zu Fäkalientank an Bord von ankernden Booten.
4. Verbot der Nutzung von Verbrennermotoren zu bestimmten Zeiten (z.B. nachts).
5. Einführung einer Meldepflicht für die Nutzung des Rummelsburger Sees.
4. Informationsplan Rummelsburger Bucht
Das Kiezforum Rummelsburg hat einen neuen Plan mit Informationen für die Umgebung der Rummelsburger Bucht erstellt. Wir ergänzen den Plan um Sehenswürdigkeiten und Informationen zu Stralau.
5. Bäume für Berlin
Das Bürgerforum unterstützt die Initiative Baumentscheid und will diese fördern. Link Volksentscheid Baum: https://www.baumentscheid.de
Ab Dezember sammelt die Initiative Unterschriften für ein Volksbegehren für mehr Bäume und Grünflächen in der Stadt. Bereits jetzt kann auch gespendet werden.
Nächstes Treffen: 09.10.2025, 19:00 Uhr im Inselcafe
Tags: Aktuelles · Sitzungsprotokolle
11. September 2025
Bürgerforum Stralau – Protokoll intern / 17. Juli 2025
Tagesordnungspunkte:
1. Geflüchtetenunterkunft
Wir besuchen am 18.07.2025 eine Informationsveranstaltung der Grünen im Abgeordnetenhaus Berlin. Dabei werden wir nachfragen, ob es bereits neue Informationen zum Bürgerbeteiligungsverfahren und dem Infotermin für die Nachbarschaft gibt.
[Nachtrag: Es liegen noch keine neuen Informationen zur Juryentscheidung für ein Architekturbüro oder den Informationstermin für die Nachbarschaft vor.]
2. Querungshilfen
Auf Stralau sollen fünf Querungshilfen gebaut werden (Quelle: Pressemitteilung des BA Friedrichshain-Kreuzberg Nr. 104 vom 08.04.2025).
Fischzug/Bootsbauerstraße, Fischzug/Glasbläserallee, Fischzug/Krachtstraße, Fischzug/Engelwiese, Friedrich-Junge-Straße 20. Das Bürgerforum verfolgt die Bauarbeiten, sieht aktuell jedoch keinen Bedarf, aktiv zu werden.
3. Parken in Spielstraßen
In der Palmkernzeile und im Dora-Benjamin-Park parken permanent Autos in der Spielstraße. Die Vergabe von Bußgeldern durch das Ordnungsamt hat in den vergangenen Jahren keine Wirkung gezeigt. Das Bürgerforum schlägt vor:
1. Entlang der Straßen werden Findlinge oder Pflanzkübel gesetzt.
2. Es soll ein Beschluss des der BVV Friedrichshain-Kreuzberg analog zum Bezirk Mitte gefasst werden: Sofortiges Abschleppen in Spielstraßen.
Das Bürgerforum schreibt hierzu an die Stadträtin für Verkehr Frau Gerold.
4. Bäume im Fischzug
Es wurden auf Stralau neue Bäume gepflanzt. Dennoch fehlen im Fischzug nach wie vor mindestens 20 Bäume, die durch Sturmschäden verlorengegangen sind. Laut dem NABU stehen über die Ausgleichsleistungen, die Bauherren im Bezirk beim Fällen von Bäumen erbringen müssen, Gelder zum Pflanzen neuer Bäume zur Verfügung. Das Bürgerforum schreibt erneut, weil auf die vergangenen Briefe bis heute nicht geantwortet wurde.
5. Tempo-30-Zonen
Die Novellierungen der StVO und des StVG 2024 haben die Möglichkeit zur Anordnung von Tempo-30-Zonen erheblich erweitert. Insbesondere ist es Kommunen nun möglich, Geschwindigkeitsbeschränkungen aus Gründen des "Schutzes der Umwelt, darunter des Klimaschutzes, zum Schutz der Gesundheit oder zur Unterstützung der städtebaulichen Entwicklung" anzuordnen (§6 Abs. 4a Satz 1 StVG).
Das Bürgerforum schreibt hierzu an die Stadträtin für Verkehr Frau Gerold.
6. Rummelsburger See
Am 17.06. gab es ein weiteres Treffen der Gesprächsrunde zum Rummelsburger See auf einem Floß der Spree:publik. Bericht aus dem Treffen: Siehe Anhang
Über die Homepage des Umweltausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses ist das Wortprotokoll einer Anhörung aus dem März 2025 zu den Zuständen auf dem Rummelsburger See
herunterzuladen.
Nächstes Treffen: 11.09.2025, 19:00 Uhr im Inselcafe
Anhang:
Bericht vom Treffen der Gesprächsrunde zum Rummelsburger See am 17.06.2025
Teilnehmer*innen:
Aktive des Bürgerforum Stralau / Kiezforum Rummelsburg/ Spree:publik/ WIR und Bootsclub
Vertreter der Diakonie, Caritas und Stadtteilkoordinator Lichtenberg
Seefahrt mit informeller Besprechung der Probleme auf dem See am 17.6.2025 18-21.30 Uhr ab 0Stunden Steg
1. Konsens über die Missstände auf und am Rummelsburger See, Handlungsbedarf nach den Forderungen des
Entwicklungskonzept Rummelsburger See vom 18.8.2017 und Spree:publik vom März/ 2025 sollten
umgesetzt werden.
Problem: Vielzahl von Rechtsverordnungen, Bezirks-, Landes- und Bundesebne: Bezirke für Uferschutz, Wasserbehörden, Bundeswasserbestimmungen (https://www.berlin.de/ba-
friedrichshain-kreuzberg/politik-und-verwaltung/aemter/umwelt-und-naturschutzamt/aktuelles/dok/entwicklungskonzept_rummelsburger_see_fk.pdf?ts=1612435011)
2. Konsens über die Bewahrung der Kieztypischen Mischung von Clubleben, Freizeitgestaltung und alternativer
Nutzung des Sees / Spree mit intakten, gewarteten, behördlich angemeldeten schwimmenden Objekten
(Haftpflichtversicherung, Entsorgungsverordnung?)
3. Schutz der Liegeplätze vorhandener ständig bewohnter Hausboote
4. Konsequenteres Handeln der Wasserschifffahrtspolizei bei gefährdeten Booten, fehlender Kennzeichnung,
Einhaltung der Ankerwachen und bei Verstoß Festsetzen des Boots und ggf. Abschleppen. Limitierung der
Seezufahrt?
5. Kontaktieren von verantwortlichen bzw. engagierten Politikern (z.B. Anfrage im Abgeordnetenhaus 8/2024
Drucksache 19/19930) um den anhaltenden Unmut der Wasser- und Landbewohner*innen zu vermitteln.
6. Besprechung Sozialer Aspekte: nach Auflösung des Obdachlosencamp 2/2021 verschärfte Situation,
Obdachlose übernachten auf nicht bewohnten Booten, Drogen-, hygienische-sanitäre und
Müllentsorgungsprobleme, vor Ort Betreuung durch Sozialarbeitende und Stadtteilbeauftragte? Problem:
die Bezirke haben keine Boote um die Betroffenen auf dem Wasser zu erreichen
Die momentane Situation ist weit von den Empfehlungen im Entwicklungskonzept Rummelsburger See Teilbereich
Friedrichshain-Kreuzberg vom18.9.2017 entfernt.
Dieses Konzept wurde 3/2019 von der BVV Friedrichshain eingebracht, bestätigt und die Durchführung der Abtlg.
Finanzen, Umwelt, Kultur (Stadträtin Clara Herrmann) überantwortet (BA Vorlage V/330/19).
Bemerkenswert sind die Diskrepanzen zwischen dem Konzept bei der aktuellen Seebelastung, die WSP hat 8/2024
nach Anfrage der CDU Abgeordneten Usik, Pätzold und Freymark ( https://pardok.parlament-
berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/SchrAnfr/S19-19930.pdf)
– 243 dauerstilliegende Objekte ermittelt ca. 30% seien einzeln oder mit anderen Objekten verbunden (Belastungsgrenze der Seeoberfläche 75 Boote)
– Zeitraum 1-8/2024 521 Kontrollen, 45 Strafermittlungsverfahren, 133 Ordnungswidrigkeiten (Stilllegungsregeln, Umweltverstöße, 70% der stillliegenden Objekte waren unbemannt.
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23. Juni 2025
Tagesordnungspunkte:
1. Treffen mit Julian Schwarze (MdA) zur geplanten Geflüchtetenunterkunft
Vertreter*innen des Bürgerforums haben sich am 28.05.2025 mit dem Abgeordneten Julian Schwarze (MdA) getroffen, um den aktuellen Stand der Planungen zur Geflüchtetenunterkunft zu erfragen.
Wir haben im Nachgang gemeinsam mit dem Büro von Herrn Schwarze eine Zusammenstellung von Informationen zu häufig gestellten Fragen zu der Geflüchtetenunterkunft erstellt und veröffentlichen diese in unserem Schaukasten und auf unserer Website. Für die zukünftige Nutzung des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes ist die Stadtplanung im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zuständig. Das Bürgerforum verfügt über einen Kontakt zur Behörde und kann Eingaben von Stralauer Anwohner*innen weitergeben.
Link zur Webseite von Julian Schwarze – Geflüchtetenunterkunft Alt-Stralau: FAQ zu den Plänen des Senats: https://julianschwarze.de/faq-gefluechtetenunterkunft-alt-stralau/
2. Treffen mit Bezirksstadtrat Max Kindler
Vertreter*innen des Bürgerforums haben sich am 22.05.2025 mit Bezirksstadtrat Max Kindler getroffen. Es ging um zwei Punkte:
2.1 Wasserspielplatz – Alt-Stralau 10
Der aktuelle Stand, den Herr Kindler angefragt hat, ist, dass die Wasserleitung gebaut werden soll, jedoch die Bauplanung noch nicht voll abgeschlossen ist.
Herr Kindler will sich dafür einsetzen, dass der Wasserspielplatz möglichst bald wieder Wasser erhält. Allerdings ist hier das Straßen- und Grünflächenamt zuständig. Herr Kindler wendet sich
daher an Bezirksstadträtin Annika Gerold.
Dem Bürgerforum stellt sich die Frage, warum überhaupt eine Bauplanung erforderlich ist, da das Wasser in der Vergangenheit geflossen ist und die getrennte Abrechnung zum Verbrauch des Wohnhauses über einen separaten Wasserzähler ermöglicht werden kann.
2.2 Grundstück des ehem. Jugendschiffs
Herr Kindler begrüßt die Idee des Bürgerforums, auf dem Grundstück Kynaststraße 17 einen Ballspielplatz für die Öffentlichkeit, aber insbesondere für Jugendliche zu erreichten.
In Frage käme zum Beispiel ein Fußballkäfig oder ein Basketballplatz.
Allerdings muss zunächst die Zuständigkeit für das Gelände geklärt werden. Es gehört zwar dem Bezirk, jedoch muss Herr Kindler noch prüfen, in wessen Fachvermögen sich das Grundstück befindet.
Das BüFo sprach für den Fall von möglicherweise fehlenden finanziellen Mitteln des Bezirks zur Errichtung eines "Käfigs" die Möglichkeit von Sponsering von Firmen der Umgebung an. Dazu informierte uns der Stadtrat, dass ihm verschiedene Sponsering-Angebote von Unternehmen z. B. für Jugendsporteinrichtungen vorliegen würden, diese jedoch aufgrund der Ablehnung der Parteien der Grünen und der Linken nicht in Anspruch genommen werden könnten.
3. Fahrradwege auf Stralau
Für Fahrräder steht auf Stralau bislang nur eine ca. 200m lange Strecke am Beginn von Alt-Stralau zur Verfügung, auf der restlichen Halbinsel wird daher oft auf Uferwege und Bürgersteige ausgewichen. Aktuell sieht das Bürgerforum jedoch keine angespannte Lage und wendet sich hier vorerst nicht an den Bezirk.
4. Tempo-30-Zonen
Es gibt seit 2024 eine Novelle der StVO. Diese erlaubt eine einfachere Schaffung von Tempo-30-Zonen für Schulen, Sport- und Spielplätzen. Wir prüfen, ob sich hierüber weitere Tempo-30-Zonen entlang Alt-Stralau einreichten ließen.
5. Entwicklungskonzept Rummelsburger See
Das zweite Treffen zu einem Gespräch über den See mit dem Kiezforum findet am 17.06. auf einem Floß der Spree:publik statt. Treffpunkt ist um 18 Uhr der ehemalige 22-Stunden-Anleger auf der Lichtenberger Seite.
Nächstes Treffen: 17.07.2025, 19:00 Uhr im Inselcafe
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28. Mai 2025
1. Treffen mit Bezirksstadtrat Max Kindler am 22.05.2025
Zu unserem Treffen mit Bezirksstadtrat Max Kindler am 22.05.2025 werden wir die folgenden Themen ansprechen:
1.1 Wasserspielplatz – Alt-Stralau 10
Der Wasserspielplatz benötigt weiterhin einen Wasseranschluss. Die Gelder stehen angeblich bereit. Wir fordern einen Baubeginn in diesem Jahr.
1.2 Grundstück des ehem. Jugendschiffs
Das leerstehende Gelände am westlichen Ende des Rummelsburger Sees gehört dem Bezirk. Wir schlagen vor, dass hier ein Ballspielplatz gebaut wird.
2. Ersatz fehlender Bäume auf Stralau
Es wurden kürzlich einige neue Bäume auf Stralau gepflanzt. Wir prüfen, ob ausreichend Bäume wiederaufgeforstet wurden oder ob weiterer Bedarf besteht.
3. Entwicklungskonzept Rummelsburger See
Wir stehen mit dem Kiezforum, der Spree:publik und anderen Akteuren auf dem See in Verbindung. Aktuell stimmen wir uns ab über eine gemeinsame Position zur Zukunft des Sees.
Die Position des Bürgerforums ist dabei grundsätzlich, dass geltende Regeln stärker durchgesetzt werden. Außerdem soll das Entwicklungskonzept RuBuSee voll umgesetzt werden, so zum Beispiel eine Begrenzung der Wassernutzung hinsichtlich der Belastbarkeit des Sees.
Es bedarf auch einer Regelung von Müll- und Fäkalienentsorgung sowie einer stärkeren Kommunikation mit Wassernutzenden und unterstützender Angebote wie Obdachlosen- und Suchtberatung.
4. Geplante Geflüchtetenunterkunft am Standort Alt Stralau 63 – 67
Wir treffen uns am 28.05.2025 mit dem gewählten Abgeordneten dieses Wahlkreises Julian Schwarze (MdA), um Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung an der geplanten Unterkunft für Geflüchtete zu besprechen.
Wir haben uns über Fragen und Forderungen an die Politik abgestimmt und tragen diese bei unserem Treffen vor.
Parallel sind wir in Kontakt mit der SenASGIVA und warten auf eine Antwort zu den konkreten Bürgerinformations- und Bürgerbeteiligungsterminen.
Nächstes Treffen: 12.06.2025, 19:00 Uhr im Inselcafe
Tags: Aktuelles · Sitzungsprotokolle